Pour un temps de Méditation
Uraufführung am 30. Mai 2017 durch das Duo Onyx im Théâtre Impérial de Compiègne.
Élodie Roudet (Klarinette) – Paul Beynet (Klavier)
Instrumentation :
1 Kl. (Bb) - 1 Kl.
verl. Alfonce Production - dauer ca 7 Minuten
Pour un temps de méditation ist ein eher kurzes Stück für Klarinette und Klavier. Die Idee des Stückes besteht darin, einen Zustand innerer Stille und vollkommener Sammlung zu erreichen, auch wenn sich dieser Weg als komplex erweisen wird.
Das Stück basiert auf einer schwingenden Bewegung im Klavier, bei der sich ein kurzer und ein langer Ton abwechseln und den Herzschlag symbolisieren, während die Klarinette ein langsames und ununterbrochenes Thema vorträgt. Anschließend erklingt in Takt 44 ein zweites Motiv, bestehend aus drei Viertelnoten, einer punktierten Viertelnote und drei Achtelnoten.
Dieses Motiv führt allmählich zu einer Beschleunigung der Musik, zunächst bis hin zu einem langsamen Walzer und anschließend zu einer von französischem Expressionismus geprägten Schreibweise.
Der Weg bleibt weiterhin von der Meditation bestimmt, doch das Empfinden wird zunehmend dringlicher und führt zu einem Höhepunkt, der auf einem Orgelpunkt aufgebaut ist und in einer regelrechten Explosion des ersten Themas gipfelt, begleitet von einigen virtuosen Läufen der Klarinette.
Diese kaum zu bändigende Explosion beruhigt sich rasch und führt zurück zur Atmosphäre des Beginns, mit einem durchgehenden Achtelnotenmotiv, das das Ticken einer Uhr symbolisiert. Als wäre es letztlich äußerst schwierig, sich der Zeitlichkeit zu entziehen, und als wäre auch die Suche nach einer vollkommenen Verwandlung eine äußerst schwierige Aufgabe.